newsletter     guestbook    alle Fotos
header

Film 31· Guido Henseler

"...und immer wieder die Übersicht"






   Peter "Pietro" Corno lebt seit 28 Jahren im 26.Stock des höchsten Gebäudes der Stadt Zürich, an der Bullingerstrasse 73, Höhe 95.4 Meter. Es ist eines der vier Hochhäuser der Wohnsiedlung Hardau, erbaut zwischen 1974 und 1976 vom Architekten Max P. Kollbrunner. Wohnungsnot stand damals hinter dem Hardau-Konzept. In der Stadt Zürich herrschte Mangel an Kleinwohnungen, in die man ältere Menschen aus unterbelegten Familienwohnungen umsiedeln konnte.

In 525 Eineinhalb- bis Dreieinhalbzimmer-Wohnungen leben heute zirka 1500 Menschen. Die Wohnungen bis zum 13. Stockwerk sind subventionierte Familienwohnungen mit einem regen Mieterwechsel. In den oberen Stockwerken hingegen gibt es relativ wenig Wechsel, viele leben schon seit den Anfängen in der Siedlung, was zur Folge hat, dass die Wohsiedlung überaltert. Peter Corno gehört mit seinen knapp 60 Jahren zu den jüngeren Bewohnern der Hardau...

Peter Corno kann verstehen, dass die Leute in dieser Höhe wohnen bleiben wollen. "Die Aussicht ist atemberaubend, man hat die Übersicht über die Stadt und insbesondere extreme Wettersituationen werden bei dieser Aussicht zu spektakulären Inszenierungen einer höheren Macht. Bei starkem Wind kann es vorkommen, dass sich die Zeichnungen an der Wand, mit Nylonschnur aufgehängt, leicht bewegen".

Und die viel zitierte anonymität? Diese findet man auch in kleineren Wohnblöcken. Wenn jemand den Kontakt sucht, findet er ihn, wenn nicht, hat er hier gute Chancen, anonym zu leben..."

Nachteile sieht Peter Corno in der hohen Wohnlage keine...ausser vielleicht die zeitaufwändige Fahrt mit dem Lift bis zum 26.Stock.

Ab dem Jahr 2006 werden die Wohnblöcke renoviert, dabei sollen mehrere kleine Wohnungen zusammengelegt und daraus Grosswohnungen geschaffen werden.







Credits

   Spot   Bullingerstrasse
   Video   Guido Henseler


CV Guido Henseler

   Guido Henseler
geboren 1968 in Luzern, lebt und arbeitet in Zürich.

Wollte früher mal Fussballer werden, wurde dann aber doch Videoschaffender. Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern (Video). Arbeitet heute als freier Videokünstler und Dokumentarfilmer. Er gibt vor, einen eigenen Fernsehsender zu haben: Tele G. Dieser porträtiert in loser Folge „bekannte und weniger bekannte Bekannte“ aus der Kunst- und Kulturszene. Arbeitet ab und zu als Cutter auch fürs „richtige“ Fernsehen. Arbeiten / Ausstellungen / Auszeichnungen (seit 2000)

   00

Solothurner Filmtage >«Paul Brühwiler-das Plakat im Weltformat» (doc.), Video-tapybos plenares (Video-Symposium) Samuolio Rytas, Kaunas (Litauen) >«Du paveikslai/Two pictures» (zus. mit Nicole Henning) Kino Pix - Übergabe der Werkbeiträge von Stadt und Kanton Luzern >WerkbeitragsempfängerInnen im Porträt (fic./doc.)

UG Luzerner Theater >»Eine Nacht für Gefühle» Eine Situation für 6 Schauspieler und 1 Off-Stimme (zus. mit Marianne Halter)

   01

Buchvernissage Stadtbibliothek LU >»R. Gisler, Enzyklopädist» (fic./doc.)

   02

Filmfestival Spiez / Lichtspiele Winterthur >»Heartcore»
Preisträger Wettbewerb 2001 des Vereins Wirtschaft und Kultur Willisau:
Tele G >»bekannte Willisauer EinwohnerInnen im Porträt»

    03

Theater La Fourmi; Barfood Poetry - Abfall für alle
Tele G > »5 TagebuchschreiberInnen im Porträt» (fic./doc.)
Tele G > «Les Halmas in St.Petersburg» (fic./doc.)

   04

27º > eine Videoinstallation im öffentlichen Raum - ein Auftrag von Pro Helvetia
(zus. mit Marie-Cécile Reber)
TransKaukasAlp (ein pre-art Projekt im Safiental) > TAGG - ein Tag im Safiental (doc.)
Verleihung der Big Brother Awards in Emmen > Tele G zeigt 5 Beiträge zum Thema Überwachung (fic./doc.)
Still >< urban - das Arte Quartett spielt Fred Frith > eine Videodokumentation von TukanFilm (zus. mit Rudolf Steiner) (doc.)












 
 Die Videosafari als Film: Trailer, TV-Bericht und alle drei Routen-Videos aus Zürich 2005 gibt es auf Vimeo.Videos ansehen →